Aktuelles

18.09.2026

Medienmitteilung: Impulstag Langzeitpflege im Wandel

Wie wollen wir im Alter leben? Langzeitpflege steht vor grossen Veränderungen

Die Schweizer Bevölkerung wird älter – und damit verändern sich auch die Anforderungen an Betreuung, Pflege und Wohnen. Am Impulstag von Curaviva St.Gallen vom 17. September 2026 diskutierten Fach- und Führungspersonen aus der Langzeitpflege, welche Entwicklungen auf die Branche und damit auf die ganze Gesellschaft zukommen. Klar wurde: Die Langzeitpflege von morgen beginnt heute.

Wie möchten wir leben, wenn wir im Alter Unterstützung benötigen? Wie können Menschen möglichst lange selbstbestimmt zu Hause wohnen? Und wie stellen wir gleichzeitig sicher, dass gute Betreuung und Pflege zur Verfügung stehen, wenn sie benötigt werden?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der diesjährige Impulstag von Curaviva St.Gallen. Christina Zweifel, Geschäftsführerin CURAVIVA Schweiz und Laurent Zemp, Stv. Geschäftsführer CURAVIVA Schweiz zeigten in ihren Referaten aktuelle nationale politische und fachliche Entwicklungen sowie zentrale Zukunftstrends der Langzeitpflege auf.
Die Dimension der kommenden Veränderungen ist beträchtlich. Prognosen zeigen, dass bis 2040 schweizweit rund 37`000 zusätzliche Pflegeplätze, 393`000 altersgerechte Wohnungen und 39`500 Fachpersonen benötigt werden. Gleichzeitig verändern sich die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung. Selbstbestimmung, individuelle Lebensgestaltung und der Wunsch, möglichst lange im vertrauten Umfeld zu leben, gewinnen weiter an Bedeutung.

Mehr als Pflegeplätze
Die Zukunft der Altersversorgung lässt sich deshalb nicht allein mit zusätzlichen Pflegeheimplätzen beantworten. Gefragt sind neue und durchlässige Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebote, welche sich am individuellen Unterstützungsbedarf der Menschen orientieren.
Eine zentrale Rolle spielt dabei nicht nur die gute Pflege, sondern auch die gute Betreuung. Sie unterstützt ältere Menschen darin, ihren Alltag möglichst selbstbestimmt zu gestalten und soziale Beziehungen, Teilhabe und Lebensqualität zu erhalten. Auch der Fachkräftemangel bleibt eine der grossen Herausforderungen. Neue Ausbildungswege, Quereinstiege und flexible Bildungsmodelle werden wichtiger. Institutionen müssen sich künftig noch stärker als Orte verstehen, an denen Menschen nicht nur ausgebildet, sondern langfristig für die Arbeit in Pflege und Betreuung gewonnen werden.

Altersversorgung ist eine gesellschaftliche Aufgabe
Für Curaviva St.Gallen ist deshalb entscheidend, dass die Weiterentwicklung der Langzeitpflege nicht isoliert erfolgt. Verbände, Politik, Kantone, Gemeinden, Leistungserbringende sowie weitere Fachpartnerinnen und Fachpartner müssen gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln.
Eine älter werdende Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass Menschen auch im hohen Alter möglichst selbstbestimmt leben können und jene Betreuung und Pflege erhalten, die sie benötigen. Eine starke Langzeitpflege ist deshalb kein Randthema des Gesundheitswesens, sondern ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gesellschaft.
Der Impulstag machte deutlich: Die Herausforderungen sind gross – gleichzeitig bieten die Veränderungen die Chance, Altersversorgung neu zu denken. Entscheidend wird sein, heute die politischen, finanziellen und fachlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass auch kommende Generationen im Alter auf eine qualitativ gute und finanzierbare Betreuung und Pflege zählen können.

Unterlagen "Langzeitpflege im Wandel: Antworten auf die Fragen von morgen"

Zurück
Zu Desktop-Ansicht wechseln Zu Mobile-Ansicht wechseln